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- psyxoula - 25.07.2006 20:38 naja, sichere quellen habe ich jetzt so spontan auch nicht meine verwandten in greece meinten, ich sollte es dort im nächsten urlaub in angriff nehmen, es würde 15 euro kosten, hier am konsulat in düsseldorf wiederum haben mir bekannte erzählt, sie haben 80 euro bezahlt. ein witz, oder? - lambis - 25.07.2006 20:49 ich habe meine ersten lebensjahre in gr verbracht, mit österreichischem pass. meine eltern wollten nicht das ich einen gr-pass bekomme weil damals die junta an der regierung war und ein österr.-pass gute reisefreiheit international garantiert. ich wollte nie einen anderen pass und habe mich immer wohl und zuhause gefühlt in gr. - psyxoula - 25.07.2006 21:40 Ela Lambis das muss jeder für sich selbst entscheiden. Gefühle, Seele, Verstand ist bei jedem eben anders. Wenn du dich glücklich fühlst mit deinem österreich. Pass, obwohl du kein Österreicher bist, ist das ok für dich. Bei mir war es so, dass ich nach 10 Jahr Kampf mit den Behörden endlich eingebürgert worden bin und man am Konsulat Sekt kalt gestellt hatte für mich, als ich endlich den heiss ersehnten Pass bekam, weil alle wußten, wie wichtig das für mich war. Ich habe da keine Vorteile durch, man kann dieses Gefühl nicht mit Logik erklären.... Ich wollte einfach nur Griechin sein und als Griechin in die Heimat fliegen. Maria - xenos - 26.07.2006 15:14 Zunächst gab es für mich einige formale Gründe, beide Staatsangehörigkeiten zu haben Wahlrecht, konsularischer Schutz im Ausland, etc.. Wobei sich diese Gründe seit meiner Einbürgerung in Deutschland (1984) sicherlich wesentlich verringert haben. btw damals war es übrigens ganz praktisch, einen griechischen Pass zu haben, wenn man im Transit nach Westberlin fuhr oder einen Tagestrip nach Ostberlin machte die DDR-Grenzer war wirklich ein wenig weniger unfreundlich ![]() Aber außerdem, und darauf wird es heute wohl eher ankommen, war es mir wichtig, wie ich mich mit dem "Doppelpass" fühlte. Ich habe mich einbürgern lassen, weil mir unpassend schien, in Deutschland geboren zu sein und hier zu leben, ohne auch Deutscher zu sein. Nicht, dass mich das wirklich mit Begeisterung erfüllt hat. Es war schon sehr, sehr schwierig, damit auch die deutsche Geschichte und vor allem die Zeit von 1933-1945 anzunehmen. Letztlich war Einbürgerung für mich dann auch mehr eine "Vernunftehe" als eine Liebeshochzeit. In den 80´ern stammte das deutsche Staatsbürgerschaftsrecht im wesentlichen noch aus dem Jahr 1938 und schrieb bei einer Einbürgerung grundsätzlich die Aufgabe der alten Nationalität vor. Was bedeutete, das man damals in der Regel gezwungen war, den Pass des Herkunftslandes abzugeben, um Deutscher zu werden. Meine griechische Nationalität aufzugeben um Deutscher zu werden, war letztlich aber inakzeptabel. Ich hatte damals das Glück, dass eine der wenigen Ausnahmereglungen des Gesetzes auf mich zutraf. So erhielt ich dann nach 3-jähriger Wartezeit, Regelanfrage beim Verfassungsschutz, einem handschriftlichen Aufsatz zum Thema "Warum möchte ich Deutscher werden" und der Zahlung von 500,- DM (damals ein Monatssatz Bafög) die Einbürgerungsurkunde. Ich war damals sehr erleichtert, dass es für mich die Möglichkeit gab, beide Staatsangehörigkeiten zu behalten und habe die Einbürgerung auch nicht bereut. Im Grunde spiegelt der "Doppelpass" ja auch nur wieder, wie mein Leben ist ich habe in beiden Ländern mein Zuhause und bleibe gleichzeitig in beiden Ländern immer auch ein Fremder. - psyxoula - 26.07.2006 15:43 Hi, Xenos ich geb dir in vielen Punkten recht. Allerdings sollte man vielleicht versuchen, nicht in beiden Ländern ein Fremder zu sein, sondern sich in beiden Ländern auf verschiedene Art und Weise zuhause zu fühlen. Dann würdest du sicher nicht den mit vielleicht ein wenig Bitterkeit beladenen Namen XENOS wählen. Ich fühle mich in beiden Ländern zuhause, kommt auf die Sichtweise an. Maria - LocDog - 07.08.2006 18:13 Weil hier soviele sagen beantragen mit 18 für eine entscheiden Militärdienst etc. Ich bin Deutschgrieche Mein Vater Grieche meine Mutter Deutsche geboren in Berlin. Beantragt oder irgendwas hab ich persönlich nie etwas ausser der Verlängerung Erneuerung meines Griechischen Ausweises. Den ich schon sehr früh hatte also wohl der Pappa beantragt. Mit 16 bekahm ich meinen Deutschen Personalausweis. Mit 18 wurde ich zur Musterung bestellt und erfolgreich ausgemustert. Mein Pate in Griechenland schickte mir etwa ein Jahr später Meine Musterungsunterlagen der griechischen Behörden zu. Und im darauffolgenden Urlaub in Griechenland besuchte ich die dort zuständige Behörde der ich den Sachverhalt schilderte das ich im Ausland lebe. Auf griechisch irgendwas Katikos sto exoteriko mit unbestimmter dauer. Eigentlich egal weil wer einmal Dienst leistet in Welchem EU Land nun auch immer nicht ein zweites mal ran muss...gleiches gilt für ausgemustert...das katikos sto exoteriko hat aber schon gereicht Inzwischen bin ich 25 meinen Personalausweis habe ich immernoch und dazu mein Griechischen Reisepass. Ebenso kann oder könnte ich in Griechenland wählen die Fluglinien bieten bei den Wahlgängen ja sogar extra billige Tarife für die Griechen an. Gruß Manolis - galatisa - 07.08.2006 18:26 LocDog schrieb:gleiches gilt für ausgemustert Stimmt leider nicht. In D ausgemustert heisst nicht dass Du in Gr. nicht musst. Allerdings als monoimos katoikos exoterikou nur 6 Monate momentan. ![]() Ich kenn mich aus... ![]() - LocDog - 07.08.2006 20:26 monoimos tata.. auto itan.. Und ja wobei das mit den 6 Monaten generell gelten sollte für im Ausland lebende. Ich hatte das mit dem Ausgemustert damals so verstanden. Ist nun aber auch ein paar Jährchen her um den genauen Text noch im Kopf zu haben. Dankeschön Manolis |